Parodontal-Behandlung und Parodontitis-Therapie

Der Zahnhalteapparat in seiner Gesamtheit wird als „Parodont“ bezeichnet. Eine Parodontalerkrankung fängt mit einer Zahnfleischentzündung an („Gingivitis“) und bleibt daher oft unbemerkt.
Die Gingivitis simplex ist eine Entzündung des Zahnfleisches. Sie entsteht durch unzureichende Mundhygiene, Bildung von Zahnstein und Konkrementen und Bakterien in den Zahnbelägen. Die Gingivitis geht unbeachtet und unbehandelt in eine Parodontitis über (im Volksmund auch „Parodontose“ genannt), wobei Bakterien den Knochenabbau und späteren Zahnverlust bewirken können.

Informieren Sie sich unter den Stichworten Vorbehandlung und Parodontitis hier unten zu den Einzelthemen der Parodontal-Behandlung und zu unserem Therapieangebot.

Vorbehandlung im Rahmen der PAR (Parodontalbehandlung)

Wir behandeln minimalinvasiv, also kleinstmögliche Behandlungsschritte, um Maximales, nämlich gesundes Zahnfleisch und gesunde Mundverhältnisse, zu erreichen. Wir unterscheiden dabei intensive Reinigung und Reduzierung sehr tiefer Parodontaltaschen:

  1. Die intensive und professionelle Reinigung und Politur der Zähne, der Zahnzwischenräume und die Behandlung der Zahnfleischtaschen erfolgen minimal invasiv. Eine eingehende Anleitung zur häuslichen Mundhygiene und -Kontrolle sind erforderlich. Rauchen verhindert die erfolgreiche Parodontalbehandlung. Über Tabakkonsum und Mundhygiene entscheidet der Patient für sich selber. Für eine erfolgreiche PAR-Therapie sollte das Rauchen aufgegeben werden.
    Die Taschentiefenmessung mit FloridaProbe ist eine umfassende computergestützte Messung von Zahnfleischtaschen, Zahnfleischrückgang und Zahnlockerung, selbst Zahnfleischblutung bei Taschensondierung wird per Computersprache mitgeteilt.
  2. Liegen sehr tiefe Parodontaltaschen vor, so wird zunächst minimalinvasiv unter Anästhesie eine Reduzierung der Taschen vorgenommen. Vorausgesetzt, Sie unterstützen unsere Behandlung mit guter Mundhygiene. Lockere Zähne können somit wieder fest werden in der Alveole („Zahnfach“) und durch unsere Nachsorge lange erhalten bleiben.

Die weitere PAR-Behandlung, Beseitigung noch vorhandener Zahnfleischtaschen, ist erst bei guter Mitarbeit seitens des Patienten möglich und erfolgreich. Der anschließende Recall ist erforderlich und wird individuell festgelegt. Auch Patienten mit Zahnimplantaten können an einer Periimplantitis(Zahnfleischentzündung im Implantatbereich) erkranken. Für Patienten mit Zahnimplantaten bestehen ein spezieller Recall und Überprüfung der Zahn-Implantat-Gesundheit. Grundsätzlich wird jeder unserer Patienten, wenn er es wünscht, in einen langjährigen Recall aufgenommen. Die Erhaltung der Zahn-Zahnbett-Gesundheit liegt uns am Herzen. Der Recall wird nach der Behandlung seit vielen Jahren von unserer ZMF Frau Büscher-Theune durchgeführt.

Allgemeines über die Volkskrankheit Parodontitis

Durch entzündliche Prozesse kommt es zur Verschiebung des mikrobiellen Keimspektrums in der Mundhöhle, speziell im subgingivalen Bereich. 5-20 % der Entzündungen führen zu irreversiblen Schädigungen.
Der Verlauf und die Therapie einer Parodontalerkrankung wird zum einen durch das Vorkommen unterschiedlicher Bakterien und zum anderen durch deren Interaktion untereinander beeinflusst. Keimkonzentrationen, die einzeln betrachtet wenig bewirken, werden durch gemeinsames Auftreten mit anderen Arten behandlungsnotwendig.

Für eine zielgerechte Behandlung kann es erforderlich werden, diese Bakterienstämme zu bestimmen. Besondere Keime (Bakterien) wie Actinobacillus actinomycetem commtans, Porphyromonas und / oder Gingivalis, Bacteroides forsythus und Treponema denticolla haben eine Schlüsselrolle. Sie geben „Giftstoffe“ ab und bewirken dauernde Zahnfleischentzündung und parodontalen Gewebeverlust.

Zu den Symptomen einer Parodontitis zählen Zahnfleischbluten, lockere Zähne, dunkelrotes Zahnfleisch und Zahnwanderungen. Weitere Auswirkungen auf den gesamten Organismus sind möglich, wie: Herzinfarkt , Schlaganfall, Frühgeburt oder Diabetes. Oben genannte Bakterien können über einen Test in unserer Zahnarzt-Praxis schnell und genau identifiziert werden, die Behandlung wird entsprechend der Keimauswertung durchgeführt. Grundsätzlich gilt:
Der Erfolg einer jeden PAR-Behandlung hängt von der Mitarbeit und der exakten häuslichen Mundhygiene des Patienten ab.